Das war das Abstiegsspiel von Wr. Neustadt gegen Altach

Kompaktes Defensivspiel beider Teams
Die Altacher sind – wie man es von ihnen mittlerweile gewohnt ist – tief gestanden, haben die Räume gut zugestellt und auf Fehler der Neustädter gewartet.
Traten diese ein, hat Altach schnell umgeschaltet und ist dadurch mehrmals gefährlich geworden.

Aber auch Wiener Neustadt überzeugt seit mehreren Runden mit einer kompakten Defensivarbeit – immerhin haben die Niederösterreicher in den letzten vier Spielen nur ein Gegentor kassiert.
Früher war Wiener Neustadt dafür bekannt, dass sie abwartend gespielt und ihre Gegenspieler nicht immer konsequent genug attackiert haben.
Das hat sich verändert, nun gehen sie aggressiver in die Zweikämpfe. Auch das gruppentaktische Defensivverhalten – und hier vor allem die Schiebebewegungen der Spieler – hat sich unter Helgi Kolvidsson stark verbessert. Die beiden Sechser Conor O’Brien und Christoph Freitag agierten gestern im 4-2-3-1-System sehr kompakt, bei Ballverlusten sind sie immer hinter dem Ball gestanden, im Spielaufbau waren sie meistens gut anspielbar.

Dominik Hofbauer kurbelt Neustadt an

Offensiv sind die Wiener Neustädter aber erst in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit gefährlich geworden – in dieser Phase waren sie tonangebend. Kurz vor dem Pausenpfiff haben sie drei gute Chancen liegengelassen. Besonders gut hat mir bei Wiener Neustadt Dominik Hofbauer gefallen, dem es immer wieder gelungen ist, Überzahlsituationen herzustellen, und der seine Mannschaft angekurbelt hat. Hofbauer hat eine sehr starke Saison gespielt, ich kann mir nicht vorstellen, dass er bei Wiener Neustadt bleibt.
Immerhin hat er bereits einige gute Angebote erhalten.

In der zweiten Halbzeit wurde Altach den Niederösterreichern wieder ebenbürtig. Nach dem 1:0 in der 57. Minute ist das Kombinationsspiel der Vorarlberger noch sicherer geworden.
Durch  dem Sieg gegen Wiener Neustadt beendet der Aufsteiger eine sensationelle Saison auf dem dritten Tabellenplatz – Hut ab vor Damir Canadi, dem es gelungen ist eine tolle Mannschaft zu formen.

Wiener Neustadt blickt auf gute Bundesliga-Saisonen zurück

Für Wiener Neustadt hat es in dieser Saison somit nicht gereicht, die Klasse zu halten. Was der Klub in den vergangenen sechs Jahren geleistet hat, verdient trotzdem Anerkennung. Mit einem der kleinsten Budgets aller BundesligaKlubs haben sie immer wieder den Klassenerhalt geschafft. Dabei haben sich in Wiener Neustadt nicht nur gute Trainer, wie Peter Stöger oder Peter Schöttel etabliert, auch mittlerweile gestandene Bundesliga-Spieler, wie Michael Madl und Guido Burgstaller haben sich dort enorm weiterentwickelt.

Sportdirektor Günter Kreissl, der in Wiener Neustadt das „Mädchen für alles“ ist, leistet sehr gute Arbeit und ist somit einer der Männer hinter dem tollen abschneiden der letzten Bundesligajahre!!!!
Over and out
Euer Helge

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